PRESSEMITTEILUNGEN

GENF, 4. April 2006 - Zehntausende Roma, die den Holocaust überlebt haben und in Mittel- und Osteuropa leben, sehen einer hoffnungslosen Zukunft entgegen und sind möglicherweise vom Tode bedroht, wenn elementare humanitäre Hilfe ausbleibt, warnte die Internationale Organisation für Migration (IOM) heute. Fast 74.000 ältere und verarmte Roma-Opfer des Holocaust haben von der IOM in den vergangenen vier Jahren Lebensmittel, Kleidung, Brennholz, Kohle und andere Unterstützung erhalten, um ihnen das Überleben zu ermöglichen, insbesondere während der langen und strengen Winter. Inzwischen sind die Gelder für die humanitären und sozialen Hilfsprogramme der IOM zur Unterstützung von Roma, Behinderten, Homosexuellen und Zeugen Jehovas, die Opfer von Nazi-Verfolgung waren, verbraucht und das Programm musste beendet werden.

GENF, 1. April 2005 - Als eine der Partnerorganisationen der deutschen Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) damit begonnen, eine weitere Leistung an 1.320 Antragsteller zu zahlen, die "Sonstige Personenschäden" (Opfer medizinischer Versuche und "Kinderheimfälle", Kategorie 1) unter dem Nazi-Regime erlitten haben.

GENF, 21. Januar 2005 - Infolge einer Neubewertung des finanziellen Bedarfs aller Partnerorganisationen und der zur Verfügung stehenden zusätzlichen Mittel, hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) etwa 47% der insgesamt 318 Millionen Euro erhalten, die mit dem deutschen Zwangsarbeiterentschädigungsfonds erwirtschaftet wurden. Dieser 5 Milliarden Euro Fonds wurde von der deutschen Wirtschaft und der deutschen Regierung für die Entschädigung von Sklaven- und Zwangsarbeitern sowie bestimmter anderer Opfer des Nazi-Regimes bereitgestellt.

GENF, 30. März 2004 - Mit der Auszahlung der ersten Entschädigungsrate an weitere 14.000 Opfer des Nazi-Regimes hat die Internationale Organisation für Migration erneut einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung ihres Zwangsarbeiter-Entschädigungsprogramm (GFLCP) passiert.

GENF/SACHSENHAUSEN, 23. März 2004 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat diese Woche mit der Auszahlung von Entschädigungsleistungen an 971 anspruchsberechtigte Überlebende, die entschädigungsrelevante Personenschäden unter dem Nazi-Regime (Kategorie 1) erlitten haben. Im Rahmen des deutschen Zwangsarbeiter-Entschädigungsprogramms der IOM wurden 733 Anträge von Opfern medizinischer Versuche bewilligt; 165 Anträge von Personen, die als Kind von ihren Eltern getrennt und in einem Zwangsarbeiter-Kinderheim untergebracht wurden sowie 73 Anträge von Eltern, deren Kinder in einem solchen Zwangsarbeiter-Kinderheim gestorben sind. Alle Antragsteller/innen erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von je 4.240 EUR (8.300 DEM).

GENF, 23. September 2003 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hat bis heute über 250.000 Anträge auf Entschädigung für Sklaven- und Zwangsarbeit unter dem Nazi-Regime entschieden. Damit hat die IOM mehr als 75% der 329.000 eingegangenen Anträge bearbeitet. 63.000 Anträge wurden zur Auszahlung empfohlen und 187.000 mussten abgelehnt werden, weil sie die Leistungsvoraussetzungen des deutschen Stiftungsgesetzes nicht erfüllt haben.

GENF, 14. Dezember 2001 - Opfer des Nazi-Regimes, die berechtigt sind, Entschädigungszahlungen über die Internationale Organisation für Migration (IOM) zu erhalten, müssen dies innerhalb der nächsten zwei Wochen schriftlich beantragen. Einsendeschluss für die Anträge ist der 31. Dezember 2001. Dirk De Winter, Direktor der IOM-Entschädigungsprogramme, unterstreicht die Einzigartigkeit der aktuell laufenden Programme und fordert die Betroffenen auf, ihre Anträge einzureichen. "Diejenigen, die noch keinen Antrag gestellt haben, müssen sich vor Ablauf des Jahres mit der IOM in Verbindung setzen, um endlich Anerkennung für das erlittene Unrecht zu erhalten", betont De Winter.

GENF, 20. November 2001 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) wurde damit beauftragt, im Rahmen zweier Entschädigungsprogramme Zahlungen an Roma-Opfer des Nazi-Regimes zu leisten. Um die Roma-Opfer auf diese letzte Möglichkeit, Entschädigungsleistungen zu erhalten, hinzuweisen, hat die IOM eine neue internationale Informationskampagne für Roma gestartet. Im Verlauf der Kampagne werden Faltblätter in Englisch, Deutsch und Romani verteilt, Radiospots ausgestrahlt und Anzeigen in Roma-Medien geschaltet.

BERLIN, 31. Mai 2001 - Die Internationale Organisation für Migration (IOM) begrüsst die Erklärung des Deutschen Bundestages vom Mittwochabend, in der es heisst, dass nunmehr „ausreichende Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen" hergestellt worden ist. Aufgrund der Erklärung des Parlaments kann die deutsche Stiftung jetzt Gelder an alle Partnerorganisationen überweisen und sie damit in die Lage versetzen, mit den Entschädigungszahlungen zu beginnen. "Wir wollen die ersten Auszahlungen noch vor Beginn des Sommers vornehmen", erklärte Dirk de Winter, der Direktor des Zwangsarbeiterentschädigungsprogramms der IOM.

BERLIN, 24. Januar 2001 - In einem Bericht an das Kuratorium der deutschen Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", erläuterte der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Brunson McKinley, dass durch die globale Informationskampagne der IOM und die Zusammenarbeit mit den Opferverbänden weltweit die Namen und Adressen von mehr als 160.000 möglichen Antragstellern ermittelt werden konnten. "Es ist offensichtlich, dass wir die geschätzte Zahl von 75.000 Antragstellern weit überschreiten werden und wir rechnen nun mit bis zu 200.000 Anträgen", betonte McKinley. Er fügte hinzu, dass es für die IOM eine "einzigartige Aufgabe" sei, die möglichen Antragsteller in der "restlichen Welt" (für die die IOM zuständig ist) zu ermitteln, ihre Anträge zu bearbeiten und dann die Entschädigungssumme auszuzahlen.


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